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Kontinuierliche Qualität: Weil es auch menschlich rundläuft

22.08.2018

Miteinander. Auf Augenhöhe. Im Dialog. So definieren wir Teamarbeit. In unserem Leitfaden ‚KÖRBER von A bis Z‘ haben wir unsere Firmenphilosophie zusammengefasst, transparent und jederzeit nachvollziehbar. Ein starkes Wir-Gefühl schafft Verbindlichkeit. So können wir als verantwortungsbewusster Zulieferer in der Stahlindustrie unseren Kunden kontinuierliche Qualität und Produktsicherheit bieten.


Im letzten Jahr wurde KÖRBER als ‚familienfreundliches Unternehmen‘ ausgezeichnet. Das verstehen wir nicht als Kompliment an die Geschäftsleitung, sondern als Bestätigung und Anerkennung eines starken Teamgeists unserer Mitarbeiter/innen. Seither werden wir immer mal wieder gefragt: Familienfreundlich, was heißt das eigentlich?


 


Teamgeist lässt sich nicht verordnen


Es gab eine Reihe von Anforderungen, die wir erfüllen konnten, um das Zertifikat der Industrie- und Handelskammern in Ostwestfalen zu erhalten. Für uns ist Familienfreundlichkeit allerdings nicht nur ein weiterer Baustein in unserem Qualitätskonzept, sondern eine Haltung, die wir als traditionelles Familienunternehmen für selbstverständlich halten. Ein menschliches Miteinander ist unser unternehmerischer Anspruch, er kann allerdings nicht verordnet werden.
Denn Verständnis und Rücksichtnahme auf eine spezielle, familiäre Situation oder die persönliche Krise einer Kollegin oder eines Kollegen, können durchaus zur Mehrbelastung für andere führen. Wenn sich dann alle Beteiligten einig sind und signalisieren: Wir sind flexibel und bereit, für dich einzuspringen, fördert das den Zusammenhalt allerdings mehr als jede Führungsstrategie. Dann entwickelt sich echter Teamgeist, der die menschliche Stabilität eines Unternehmens unter Beweis stellt.


 


Darauf können wir stolz sein!


Unser Logistikmitarbeiter Andreas Dannapfel bestätigt das gern, wenn er auf die vergangenen Monate zurückblickt. Als seine Frau plötzlich an Krebs erkrankte, musste er sich und seine Familie neu sortieren, die Strukturen seines Alltags an die unerwartete, schwierige Situation anpassen, abgesehen von der emotionalen Belastung, sprich der Sorge um seine Ehefrau. Andreas Dannapfel gehört seit mehr als 14 Jahren zu unserem bewährten Logistik-Team und sorgt für die produktgerechte Verpackung und den Versand der KÖRBER-Produkte, routiniert und in enger Abstimmung mit unserem Abteilungsleiter Rainer Brandhorst. Von Anfang an haben wir von seinen Erfahrungen profitiert, die er als versierter Lagermitarbeiter mitbrachte. Er kannte sich aus und arbeitete sich schnell ein, wobei die Tätigkeit in der Stahlindustrie für ihn zunächst eine Umstellung war. Sein Job sei interessant und vielfältig, aber oftmals auch körperlich anstrengend. „Wenn du dich dann zu Hause um alles kümmern musst, bist du dankbar, wenn deine Kollegen für dich da sind und dein Arbeitgeber dir hilft, eine Lösung zu finden“, sagt Andreas Dannapfel. Er hatte uns frühzeitig von der Diagnose erzählt, die für seine Frau und ihn ein Schock war und die ihnen wenig Zeit lies, Entscheidungen zu treffen.



 


Mut machen, nach vorne zu schauen


Andreas Dannapfel wollte für seine Frau da sein und einen Familienalltag möglich machen, der ihr half, die Zeit zu überstehen und gesund zu werden. Das waren zuerst Besuche im Krankenhaus und später die häusliche Versorgung mit regelmäßigen Mahlzeiten, was aufgrund seiner Arbeitszeiten im Schichtdienst gut organisiert werden musste. Gemeinsam mit Abteilungsleiter Rainer Brandhorst machten wir einen Plan und entschieden, die Arbeitszeiten für unseren Mitarbeiter flexibler zu gestalten. Alle Kollegen zogen mit. „Ich weiß nicht, wie ich das sonst geschafft hätte“, sagt Andreas Dannapfel heute. Die Unterstützung der Kolleg/innen haben ihn ermutigt, nach vorne zu schauen. Für ihn sei klar: „Wenn nichts dazwischen kommt, bleibe ich bis zur Rente bei KÖRBER“ Das sind noch etliche Jahre.


 


Patenschaft für Azubis: Motivation für beide Seiten


Ganz überstanden haben er und seine Frau die schwere Zeit noch nicht, in den üblichen Rhythmus unserer Schichtarbeitszeiten ist Andreas Dannapfel zurückgekehrt. Das war und ist ihm wichtig, denn er hatte als Pate für unseren Auszubildenden Jannis Töpfer eine Verantwortung übernommen, die er ernst nimmt. Inzwischen hat sein ‚Patensohn‘ Jannis im Sommer die Prüfung zum Fachlageristen erfolgreich absolviert. Als wir Herrn Dannapfel vor gut zwei Jahren baten, die Patenschaft zu übernehmen, war er ein wenig skeptisch. Dann sei es überraschend leicht gewesen, erinnert er sich. Die Chemie zwischen ihm und Jannis stimmte, das habe es leicht gemacht. Stressige Situationen gebe es überall, umso wichtiger sei es rechtzeitig miteinander zu sprechen. „Wir alle haben schließlich mal angefangen.“


 


Wirtschaftlichkeit bleibt im Fokus  


Unser Konzept der Patenschaften hat sich in allen Bereichen unseres Unternehmens bestens bewährt; die Paten stehen im direkten Austausch mit unseren Bereichsleitern. „Wenn es Fragen oder Unklarheiten gibt, klären wir diese und finden gemeinsam eine Lösung“, sagt dazu Andreas Dannapfel. So könne verhindert werden, dass aus einem kleinen Missverständnis ein großer Konflikt wird. Genauso wünscht es sich unsere Personalchefin, die für ihn in der Krise eine vertrauensvolle Ansprechpartnerin war.


„Natürlich müssen alle personellen Entscheidungen wirtschaftlich tragfähig sein“, betont Gaby Körber. „Dennoch lassen sich Familienfreundlichkeit und Qualitätsmanagement bestens vereinbaren. Denn jeder, der sich in seinem Team aufgehoben, zugehörig und wertgeschätzt fühlt, gibt sein Bestes.“ Die Kontinuität der KÖRBER-Qualität unterstreiche diese Erfahrung: „Wenn es im Unternehmen menschlich stimmt, läuft das System rund.“

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