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FRF-Studie appelliert: Augen auf beim Fittingkauf

05.03.2015

Das Spektrum negativer Nachrichten reicht von schlechter Qualität über fehlerhafte Zeugnisse und unzulängliche Verfahren bis hin zu Fälschungen. Das sind Ergebnisse einer Feldstudie des aus der Fachvereinigung Rohrleitungs-Formstücke e.V. (FRF) aus dem vergangenen Jahr. Die Studienergebnisse präsentierte Dipl.-Ing. Hans-Reinhold Körber als Vorsitzender der Fachvereinigung Rohrleitungs-Formstücke e.V. (FRF) zusammen mit Michael Dippel während eines Fachvortrags vor führenden Händlern von Stahlfittings.


Von schlechter Qualität …


So präsentierten der FRF-Vorsitzende Hans-Reinhold Körber und der Obmann des Arbeitskreises Wirtschaft, Michael Dippel, T-Stücke mit Herkunft China, deren Oberflächen Rissbildungen aufzeigen und in deren Zeugnissen relevante Angaben fehlen.
Eine in Auftrag gegebene Analyse durch den TÜV Rheinland zeigt zudem, dass die Zugfestigkeit für den Werkstoff zu hoch ist und dieser somit für die Herstellung von Druckgeräten nach AD 2000 nicht geeignet ist.
Ebenfalls auch aus dem Reich der Mitte wurden Rohre auf den deutschen Markt geliefert, deren Aluminiumgehalte nach EN 10216 Teil 2 zu gering sind.


… über fehlerhafte Zeugnisse …


Aus Indien importiert wurden Rohrbögen, die gleich eine ganze Handvoll Unzulänglichkeiten aufweisen:
- Auf der Stempelung fehlen wichtige Pflichtangaben, und auch
- das Zeugnis weist eklatante Fehler auf. Messungen ergaben zudem, dass die
- Wandstärken um mehrere Millimeter variieren und die
- Oberfläche Fehler aufweist.
In solchen Fällen muss laut FRF eindringlich vor der Verwendung dieser Produkte gewarnt werden.


… und unzulängliche Verfahren …


Es sind aber nicht nur Produkte aus Asien, die gravierende Mängel aufweisen. Auch Fittings europäischer Herkunft sind auffällig.
So weist die Härtemessung bei Produkten aus der Slowakei deutlich zu hohe Werte auf, ebenso verhält es sich mit der Zugfestigkeit. Untersuchungen ergaben, dass dieses nicht normgerechte Fitting kalt verformt wurde, ohne anschließend
normalisiert zu werden. Auch in diesem Fall ist von der Verwendung abzuraten.
Produkte aus Rumänien und der Türkei weisen ebenfalls gravierende Unzulänglichkeiten auf.


… bis hin zu Fälschungen


Die FRF zeigte zudem Fälle auf, bei denen die Akteure von vornherein mit Fälschungsabsichten unterwegs waren.
So gelangten Kappen, Reduzierungen und Rohrbögen mit gefälschten Stempelungen und Zeugnissen eines namhaften europäischen Herstellers auf den Markt.
Die FRF appelliert an alle Händler und Verbraucher, im Rahmen des Qualitätsmanagements darauf zu achten, dass solche Fälle in Zukunft vermieden werden. Bei aller Preisbewusstheit dürfe es keinesfalls zu Zugeständnissen bei Normkonformität und Produktsicherheit kommen.


 


 


Quelle: FRF-Mitteilung, BDS Stahlreport 3/15


 


 



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